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Neubau Mobility Hub Filderstadt

Bauherr

Filderstadtwerke, Stadt Filderstadt

Mobility Hub Filderstadt
Nichtoffener Realisierungswettbewerb 2025

Jahr

2025

Ort

Filderstadt Bernhausen

Kategorie

Infrastruktur + Mobilität
Nachhaltiges Bauen
Holzbau
Wettbewerbe + Studien

Größe

ca. 10.900m² BGF

Mit dem Neubau des neuen Mobility Filderstadt entsteht ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, der den Wandel zur nachhaltigen und intermodalen Mobilität sichtbar macht. Der Hub bietet insgesamt 261 Pkw-Stellplätze und 230 Fahrradabstellmöglichkeiten und verknüpft verschiedene Verkehrsmittel miteinander. Durch die unmittelbare Anbindung an die bestehende S-Bahnhaltestelle entsteht ein leistungsfähiger Umsteigepunkt im regionalen Mobilitätsnetz.



Durch eine großzügige, 16 Meter breite und 5 Meter hohe Passage werden sowohl der Mobility Hub fußläufig erschlossen als auch die beiden angrenzenden Haltestellenbereich miteinander verknüpft, wodurch ein intuitives und barrierefreies Umsteigen ermöglicht wird.

Das städtebauliche Ziel besteht darin, ein kompaktes und funktionales Gebäudevolumen zu schaffen, das harmonisch in den urbanen Kontext einfügt.  Der zentrale Entwurfsgedanke besteht darin, einen klaren, modularen Baukörper ohne aufwendige statische Auskragungen zu entwickeln und mit einem Fassadenkleid einzufassen, welches dem Gebäude einen hohen Wiedererkennungswert verleiht.

Die Erschließung des Gebäudes für PKW und Motorräder folgt dem Prinzip des Split-Level: Halb versetzte Ebenen bieten eine klare Trennung von Verkehrsströmen bei gleichzeitig kompakter Bauweise. Diese Lösung sorgt für eine hohe Übersichtlichkeit und erleichtert die Orientierung sowohl für Kfz-Fahrer als auch für Fahrradnutzer. Zwei bauliche Rettungswege gewährleisten die gesetzlich geforderte Sicherheit. Sämtliche Fahrradstellplätze befinden sich entlang der öffentlichen Geh- und Fahrradwege im EG und sind klar vom PKW-Verkehr getrennt. Die Leihfahrräder werden im Bereich der großzügigen Passage verortet.

Die äußere Erscheinung des Mobility Hubs wird durch eine markante nach unten ausgestellte Streckmetallfassade geprägt. Dieses Kleid verleiht dem Gebäude einen hohen Wiedererkennungswert und lässt es gleichzeitig leicht und durchlässig erscheinen. Die Fassadenstruktur wirkt dabei als funktionales und gestalterisches Element, das Belüftung, Verschattung und Sichtschutz vereint.





Im Inneren kommen nachhaltige Materialien und Bauweisen zum Einsatz. Die tragende Struktur besteht aus vier Reihen Holzstützen mit wirtschaftlichen Spannweiten von 6 bzw. 8 Metern. In Kombination mit Recycling-Stahlträgern und vorgefertigten Holzdeckenelementen entsteht ein modernes Holzhybridsystem, das ökologische und ökonomische Anforderungen gleichermaßen erfüllt. Die erdberührenden Bauteile sowie die vertikalen Erschließungskerne sind in Stahlbeton ausgeführt und stellen die notwendige Dauerhaftigkeit und Robustheit sicher.

Der Mobility Hub wird sowohl als infrastrukturelle Drehscheibe als auch als sichtbares Zeichen für energieeffizientes Bauen im urbanen Raum wahrgenommen.

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Leitmotiv des Projekts. Das extensiv begrünte Dach dient als ökologische Ausgleichsfläche und Retentionsraum zur Regenwasserbewirtschaftung. Ergänzt wird die Dachfläche durch eine großflächige Photovoltaikanlage, die einen wesentlichen Beitrag zur Eigenstromversorgung des Gebäudes leisten kann.

Fotos

Janusch