Mit 50 Projekten möchten wir Sie über das Jahr hinweg auf Zeitreise mitnehmen – Jede Woche ein neues Projekt

1972

1978

Alte Eppelheimer Straße

Projekt 12

Bis zum Ende der 1970-er Jahre war an der Ecke Alte Eppelheimer Straße und Mittermaierstraße, westlich der Altstadt von Heidelberg der schwäbische Sprachgebrauch „Das Eckhaus ist ein Garten“ zutreffend. Danach begann 1978 für unser Büro die Entwurfsphase einer Wohnbebauung auf dem eher winzigen Grundstück mit seinen knapp 260 m². Die Anforderung des Bauherrn war, in diese Eckbaulücke in vertretbarem Maße so viel Wohnungen wir nur möglich, bei höhengleicher Schließung des Quartiers und mit hohen gestalterischen Ansprüchen zu entwickeln. So entstand ein Konzept mit einer gewerblichen Ladeneinheit im Erdgeschoss und 18 Wohnungen in den Obergeschossen unter Ausnutzung verschiedenster Vorsprünge und Altane über den Gehwegen.

Diese erhebliche Anzahl von Wohnungen erzeugte natürlichen einen Stellplatzbedarf für 20 PKW, was zunächst als nicht machbar erschien. Eine sehr intensive Zusammenarbeit mit Herstellern von Parksystemen führte dann mit der gemeinsamen Entwicklung des ersten 3-fach Stapel-Parkers in Kombination mit 2 Verschiebepaletten zum nicht für möglich geglaubten Ergebnis. Auf 260 m² Grundstücksfläche 18 Wohneinheiten mit 850 m² Wohnfläche, einer Ladeneinheit und 20 PKW-Stellplätzen kann man als durchaus beachtlich bezeichnen.

 

1981

Engelhardt Ditzingen

Projekt 06

Die Bauherrschaft dieses Wohn- und Geschäftshauses im Ortszentrum von Ditzingen, eine alteingesessene Kaufmannsfamilie, wünschte sich in der „Marktstraße“ einen Neubau der das ländlich, kleinstädtische Ortsbild im positiven Sinne prägen sollte. Es sollte keinesfalls ein Fremdkörper, wie in den 60iger und 70iger Jahren eben auch in Ditzingen zahlreich entstanden, in das im Ursprung sehr ländliche Ortszentrum eingefügt werden. Ein Wunsch, den wir gerne erfüllten und auch aus Überzeugung unterstützt haben.

So entstand eine Gruppierung von drei ziegelgedeckten und verputzten Pultdach-Baukörpern, die eine zur Marktstraße geöffnete Fuge aufweist, in der die einzelnen Stockwerke den wichtigen Außen-Innen-Bezug zwischen Marktstraße und den Gebäudenutzungen herstellen und lebendig machen. Durch das Zurücksetzen der kleinteiligen Baukörper in die Nebenstraße hinein konnten auch die eher rückwärtigen Nutzungen in das Spektrum des Einzelhandels der Marktstraße einbezogen werden.

1984

Villa H. Stuttgart

Projekt 01

Auf den Mauern der Ruine der ehemaligen Villa Kreidler, die nach Kriegsende nicht wiederaufgebaut wurde, errichteten wir Anfang der 80er-Jahre die Villa H in einer der Stuttgarter Aussichtslagen. Wunsch der Bauherren war der Transfer des hanseatischen Baustils in den Süden Deutschlands. Die Verklinkerung Innen und Außen wurde durch norddeutsche Handwerker errichtet. Kurios: Der frei hängende Stromanschluss der Ruine war vom zweiten Weltkrieg bis zu Beginn der Bauarbeiten unter Spannung, was uns erst beim Beginn des Rohbaus mit Schrecken aufgefallen war.

1985

Villa "Amsee"

Projekt 30

Die Planung und Bauaufgabe der „Villa Amsee“ in Lindau ist eng verbunden mit der Geschichte des Standortes direkt am Bodenseeufer. Im Jahr 1853 erwarb Prinz Luitpold das alte Anwesen „Villa Amsee“ und begründete dort den königlichen Sommersitz des bayrischen Königshauses. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte ein dramatischer Niedergang der baulichen Substanz, wie auf den Fotos zu sehen ist. Nach dem Verkauf des Anwesens erfolgten zunächst mehrere missglückte Versuche das Grundstück neu zu bebauen.

Nach der Beauftragung unseres Büros war für uns klar, dass nur ein Entwurf mit strengem Bezug auf die noch vorhandene Bausubstanz Erfolg haben würde. Auf diesem Weg konnten wir uns durchsetzen und dabei entstand ein „historisierendes“ Konzept. Ansonsten handelt es sich um einen höchst anspruchsvollen Wohnungsbau mit 20 Wohnungen. Die zum See geöffnete U-Form verhilft allen Wohneinheiten zum Blick auf den See bis hin zu den österreichischen und schweizerischen Alpen.

Zwei voneinander getrennte Eingangshallen mit gemeinsamer Vorfahrt und Entrée verfügen über Aufenthaltsqualität mit offenen Kaminen und werten die Gesamtanlage stilgerecht auf. Eine großzügig dimensionierte Tiefgarage mit weißer Wanne (im Bodensee) vermeidet den sonst so lästigen aber üblichen Parkplatz in der ehemaligen Parkanlage mit direktem Seeanschluss mit Badestrand.

1986

Haus D. Ditzingen

Projekt 03

Das Einfamilienhaus auf einem aussichtsreichen Südhang-Grundstück in Ditzingen bei Stuttgart beherbergt eine sehr differenzierte Wohnlandschaft mit vielfältigen Außenbezügen und Aufenthaltsbereichen.

Für ein harmonisches Einfügen des Bauvolumens in den sanften Hang mit seiner sehr lockeren Bebauung wurde eine Fügung von mehreren kleinteiligen Pultdachbaukörpern um eine zentrale und von oben über eine Glaskuppel belichtete Eingangs- und Erschließungshalle als Entwurfskonzept gewählt.

1989

Neubau Bohnenviertel

Projekt 18

Das Wohn- und Geschäftsgebäude am nordwestlichen Rand des Stuttgarter Bohnenviertels bildet die bauliche Ecke an der Esslinger und der Wagnerstraße. Die Fassaden dieser Bauzeile sind weitgehend versteckt hinter dem voluminösen Breuninger-Parkhaus und für das Stadtbild nur sehr beschränkt wirksam. Umso wichtiger war es, die Fassaden- und Baukörperausbildung sehr markant zu entwerfen.

Zum einen geht es darum, den Eingang zum Brunnenviertel deutlich zu signalisieren. Zum anderen bedarf es einer hochwertigen und qualitätvollen Fassadengestaltung mit deutlicher Ausbildung und Betonung der Ecksituation. Dazu gehört auch, dass die Dachlandschaft um die Ecke und in das Bohnenviertel hinein geführt wird.

Im Innenbereich bildet das elliptische Treppenhaus mit zentralem Glasaufzug eine Besonderheit, die damit begann, dass die Rohbaufirma uns Architekten auf die Baustelle zitierte um die Geometrie dieser Ellipse samt entsprechender Treppe vor Ort zu konstruieren, verbunden mit dem Hinweis, dass das „Papier geduldig sei“, aber das Formen in Beton ungleich schwieriger. Die darauf folgende partnerschaftliche Handlung mündete zu einem späteren Zeitpunkt in ein legendäres Richtfest.

1991

Biberturm Feuerbach

Projekt 09

Der Projektstandort in Stuttgart-Feuerbach ist durch das Zusammentreffen von drei übergeordneten und historischen Straßen, der abknickenden Stuttgarter Straße, der Hohewart Straße und der Feuerbacher Talstraße seit mehr als 2000 Jahren eine Wegmarke der Römerstraße, die von Straßburg über Feuerbach und Cannstatt bis nach Augsburg führte. So entstand die Idee, ein dem Ort angemessenes hohes Haus zu planen, was die einhellige städtebauliche Zustimmung fand.
Als Arbeitstitel wurde der „Römerturm“ geboren, der allerdings in einer sehr breiten Diskussion und Abwägung In den endgültigen Namen „Biberturm“ als Ableitung aus dem Wappentier Feuerbachs gewandelt wurde.
Das Erscheinungsbild und die Fassadengestaltung wird geprägt durch konsequente Verwendung von Klinkermauerwerk und sehr lebendiger und nutzungsbezogenen Fensterkompositionen. Das ursprüngliche Nutzungskonzept mit einer kleinen Markthalle im Erdgeschoss und einem Restaurant im ersten Obergeschoss sowie einem Hotel in den restlichen Bereichen trug dem öffentlichen Charakter des Standortes sehr gut Rechnung.

1994

Golfclub Nippenburg

Projekt 26

Zuerst war es nur eine Idee: Golfplatz Schloss Nippenburg

Seit 1986 über Jahre beharrlich entwickelt nahm das Projekt Anfang der 90er Jahre hochkarätig Fahrt auf. Graf Leutrum von Ertingen stellte das Gelände zur Verfügung, die IMG aus London trat als Investor auf, gemeinsam mit dem Golf-Profi Berhard Langer durften wir die Gesamtanlage planen. Dazu gehörten neben den Spielbahnen auch sämtliche Infrastrukturmaßnahmen von der Straßenerschließung bis zur Wasserver- und Entsorgung, die Schwarz Partner als Generalplaner verantwortete. 1995-97 fand hier das Golfturnier GERMAN OPEN statt.

Das Clubhaus stellte für uns als Architekten eine besondere Herausforderung dar, sollte es doch als „Landmarke“ von allen Spielbahnen aus als Orientierungspunkt sichtbar werden. So entstand der Turm, der das Clubhaus als Landhaus krönt. Nach dem Spiel lädt die große Terrasse mit Blick ins Tal zum Verweilen ein.

Das Gesamtprojekt wurde kritisch und konstruktiv begleitet, ein jahrelanges Grundwassermonitoring ergab gegenüber der vorherigen landwirtschaftlichen Nutzung einen extremen Rückgang der Nitratbelastung des Grundwassers.

1995

Vitadrom Feuerbach

Projekt 21

Als im Jahr 1989 das historische Freizeitheim der Sportvereinigung Feuerbach e.V. im Wilhelm-Braun-Sportpark bis zu den Grundmauern abgebrannt war, verlor Stuttgarts größter Sportverein sein Herzstück. Nachdem ein Wiederaufbau unmöglich war, begann für den Verein und unser Büro eine sehr aufwendige und wichtige Phase der Neuorientierung: Die planerische Untersuchung aller Möglichkeiten zur Schaffung einer adäquaten und gleichzeitig zukunftsorientierten Nachfolge- und Ersatzlösung.

Anfangs der neunziger Jahre war längst klar, dass die Zukunft der Sportvereinigung nicht mehr nur im klassischen Vereinssport, also dem Wettkampf- und Leistungssport lag, sondern vielmehr Themen wie Freizeitsport, Bewegung, "Trendsportarten" und Gesundheit sowie Kommunikation und stetige Veränderung in den Vorrang traten. Nach 5 Jahren Untersuchungs-, Planungs- und Abstimmungsphase kam es im Juni 1994 zur Grundsteinlegung für den neuen Mittelpunkt des Vereins, das Freizeitsportzentrum „Vitadrom“.

Es war der erste Bauabschnitt für ein sehr langfristig konzipiertes Zukunftsprojekt mit einer immensen Nutzungsvielfalt. Hierfür wurden auch planerisch neue Wege beschritten, mit einem Entwurf, der die einzelnen Bereiche flexibel rund um eine zentrale Erschließung anordnete und durch seine vielseitige und bunte Gestaltung eine neue Ära der Sportvereinigung Feuerbach mit diesem neuen Herzstück einleitete. Nach nun 27 Jahren ist dieses nicht mehr wegzudenken!

1996

Haus des Wohnens in Erfurt

Projekt 28

Von 1993 bis 1998 haben wir von unserem Zweitbüro in Bad Dürrenberg in der Nähe von Leipzig aus für einige unserer Bauherren aus der Stuttgarter Region Projekte in den neuen Bundesländern geplant und in der Realisierung betreut. Die Allianz Grundstücks AG hat nach der Wende ein Bürogebäude am Karl-Marx-Platz in Erfurt erworben, das als Haus des Wohnens auf eine lange Geschichte zurückblickt.

Noch heute wird dieses Gebäude von WBG Erfurt als eine der größten Wohnungsbaugenossenschaften in Thüringen als Hauptverwaltung genutzt. Unsere Aufgabe war die sorgfältige Renovierung und Sanierung des Gebäudes unter Berücksichtigung der historischen Prägung. Den Zustand des Gebäudes vor der Sanierung lässt sich anhand der Fotos erahnen.

1997

Sorgenmühle

Projekt 10

Die denkmalgeschützte „Sorgenmühle“ lässt sich kulturhistorisch bis ins 7.Jahrhndert zurückverfolgen. Nach einer Grundrenovierung 1972-75 durch den Vorbesitzer durften wir die Sorgenmühle für unseren Bauherrn 1994-97 umfassend denkmalgerecht renovieren und erweitern: in die Topographie eingebettet entstand erdüberdeckt eine Wellnessoase, die nur giebelseitig von der Parkanlage aus betrachtet in Erscheinung tritt. Dort verbinden sich Innen- und Aussen-Schwimmbecken, letzteres zusätzlich durch eine frei auskragende Dachkuppel auf Wunsch abdeckbar.

Nach einem Besitzerwechsel im Jahr 2021 wurden wir vom neuen Besitzer, für den wir bereits im gewerblichen Bereich planen, erneut in die Weiterentwicklung eingebunden.

2001

Bosch Feuerbach

Projekt 04

Die Robert Bosch GmbH plante in Feuerbach einen Neubau für ein Büro- und Ausbildungsgebäude zu bauen. Als Ergebnis eines eingeladenen Wettbewerbs 1999 durften wir unseren Entwurf realisieren.

Im Quartiersinnenbereich entstand eine Grünzone mit "freigelegtem Feuerbach", Sitzpodesten und Verweilzonen mit hoher Aufenthaltsqualität. Außen der laute Straßenraum, innen die ruhigen Rückzugsbereiche. Auch die Gebäudefassaden reagieren auf die unterschiedlichen städtebaulichen Anforderungen: Doppelfassade mit Schallschutzfunktion zur Borsigstraße (zukünftig B295), gegliederte Fassaden zum Innenhof.

2002

"Wichtel" im Roser-Areal

Projekt 23

Auf dem Roser-Areal, einem ehemaligen Fabrikgelände im Zentrum von Stuttgart-Feuerbach, entstand neben Flächen für Einzelhandel und Dienstleistung eine Brauereigaststätte der Hausbrauerei Wichtel. Das ehemalige Maschinenhaus der Lederfabrik wurde fast vollständig ausgeräumt und zur Gaststätte umgebaut. Die aus rotem Ziegelklinker gemauerten Außenwände und Einbauten wie der ehemalige Lastkran blieben erhalten und verleihen dem Gebäude das traditionelle Aussehen.

Mit dem Einbau einer Galerie wurde der begrenzte Gastraum im Erdgeschoss auf eine zweite Ebene erweitert. Die Küche, die sich in einem Anbau im Erdgeschoss befindet, der Eingangsbereich und alle weiteren neuen Einbauten setzen sich gestalterisch und in der Materialwahl vom Altbau ab. Der großzügige Biergarten der Gaststätte und die Neugestaltung der Grünzone entlang der Stuttgarter Straße schaffen eine Atmosphäre zum Rasten und Verweilen.

2002

Quartier KÖ 70

Projekt 15

Die Ecke Königstraße und Torstraße befindet sich im City-Kernbereich von Stuttgart. Die Baulücke an dieser attraktiven Ecke entstand infolge des Abrisses des 1905 errichteten Eckhauses und des in der Nachkriegszeit errichteten Nachbarhauses. Auflage der Stadt für den Neubau war es, wieder einen "Eckturm" und die bisherige optische Unterteilung in die zwei vorher unterschiedlich gestalteten Baukörper zu erreichen.

Die neue Fassade hat einen dreieckigen gläsernen Turm, der schon von weitem sichtbar ist. Entlang der Königstraße gibt es eine raumhohe Glasfassade, umrahmt werden die beiden Bauteile von keramischen quadratischen Platten. Läden für Einzelhandel, Büros und Arztpraxen sind in den sieben Geschossen angeordnet. Im Dachgeschoss ist eine Penthouse-Wohnung.

2002

Stuttgart Nordtor Plaza

Projekt 29

Auf dem hervorragend gelegenen Grundstück direkt an der Stadteinfahrt an der Heilbronner Straße eine Torsituation für den aus Richtung Norden nach Stuttgart einfahrenden Besucher zu schaffen, war schon in der Konzeption die Entwurfsidee. Mit der Schaffung eines Hochpunkts wird diese gestärkt, der Turm ist weithin sichtbar.

Der architektonisch markante Hochhaus-Teil bildet den Kopf eines sich abflachenden Rückens. Das Gebäude fügt sich in gebogener Form an die Krailenshaldenstraße an und findet mit seinem niedrigen Ende einen harmonischen Übergang zu den aufsteigenden Hängen und Weinbergen. Das Gebäude mit bis zu elf Geschossen wird als Bürogebäude genutzt. Ein sensationeller Ausblick verschafft ein angenehmes Arbeitsklima. Die markante, transparente Fassade wird geprägt durch die in Stuttgart einzigartigen, außenliegenden Panoramaaufzüge zur Heilbronner Straße.

2003

Goldbeck Bau Zentrum in Hirschberg

Projekt 17

Im Mai 2000 lobte die Goldbeck Süd GmbH einen Wettbewerb zur Bearbeitung von Entwürfen für den Neubau eines Ausstellungsgebäudes mit Verwaltung und Parkhaus aus. Wir wurde ausgewählt am Standort in einem neu erschlossenen Gewerbegebiet an der Autobahn A 5 ein Gebäude zu planen. Aufgrund der besonderen Lage des Grundstücks haben wir uns entschieden das Ausstellungsgebäude und das Parkhaus als Lärmpuffer entlang der Straße zu platzieren. Das Bürogebäude ist U-förmig um einen Innenhof angeordnet und liegt geschützt auf der abgewandten Seite. 2003 fand die Feierliche Einweihung statt.

2007

Fachverband Bau

Projekt 07

Der Fachverband Württemberg e.V. verfügt in Stuttgart-Heslach über ein sehr schönes und großes Grundstück, das nur mit einem als Hauptsitz des Fachverbandes genutzten Gebäudes bebaut war und somit nur minimal genutzt wurde. Aufgabe war es daher, der exponierten Lage entsprechend eine verträgliche Nachverdichtung zu planen, die qualitätsvolles Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet.

Entstanden ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss. Die beiden unteren Ebenen werden als Büro genutzt, das zweite Obergeschoss sowie das Staffelgeschoss als großzügige Wohnungen mit sehr schönen Ausblicken. Eine qualitätsvoll gestaltete Außenanlage erhöht den innerstädtischen Wohnwert enorm.

2009

Schulungszentrum Lollar

Projekt 22

In Lollar, an der Lahn gelegen, wurde der Standort der Firma Bosch Thermotechnik (ehemals Buderus) um ein neues Schulungszentrum erweitert. Die bestehenden Räumlichkeiten, in einer alten Jugendstilvilla auf dem Werksgelände entsprachen nicht mehr den Kundenanforderungen. Mit der neuen Buderus Akademie konnten die Schulungsmöglichkeiten in den Bereichen der Nutzung regenerativer Energien, umweltfreundlicher Technologien und Systemlösungen deutlich ausgebaut werden.

Das Gebäude mit quadratischem Grundriss und innenliegendem Erschließungskern ist dreigeschossig in Stahlbetonbauweise gebaut. Die freitragende Treppe, entlang der Sichtbetonwand in geordneter Brettschalung, wird durch ein Lichtband in der abgehängten Decke betont. Das Technikkonzept sieht die Nutzung der Energie aus dem Schulungsbetrieb für die Heizung des Gebäudes vor.

Die landschaftliche Einbindung der Eingangsebene und die Orientierung zur Lahn, auf der Kanufahrer mit leichten Paddelschlägen übers Wasser gleiten, schaffen einen reizvollen Naturbezug in den Schulungsräumen und der Cafeteria. Durch die zurückhaltende Höhenentwicklung des neuen Gebäudes, die gleichmäßige, ruhige Fassadenausbildung und die direkte, fußläufige Anbindung der Jugendstilvilla, erfährt diese eine neue Bedeutung.

2009

Calwer Carré

Projekt 24

Einst produzierte das Textilunternehmen Zweigart & Sawitzki auf dem Grundstück in Sindelfingen, im Süden der Altstadt, seine Stoffe und Garne, bis man den Betrieb 1974 auswärts verlagerte. Heute gehört das Grundstück der Geogrund GmbH. Nachdem die leerstehenden Produktionsflächen und -hallen über mehrere Jahre vermietet wurden, erhielten wir im Jahre 2006 den Auftrag ein neues Konzept für das ca. 14.000 m² große Areal, zwischen Calwer-, Alexander-, Wettbach- und Paul-Zweigart- Straße, auszuarbeiten.

Der Neubau umfasst ein SB-Warenhaus mit einer darunter liegenden Stellplatzebene sowie einen neuen fünfgeschossigen Kopfbau an der Wettbachstraße mit Wohnungen, Büros und Geschäften für den Einzelhandel. Das Bestandsgebäude Calwer Straße 2 wurde erhalten und renoviert. Zwischen diesem und dem neuen SB-Warenhaus ist ein Zwischenbau mit drei Ebenen vorgesehen, der gastronomisch genutzt wird.

 

2011

Neue Mitte Ingelheim

Projekt 11

Ingelheim besteht aus sechs Stadtteilen. Die früher unabhängigen Gemeinden wurden 1939 formal zusammengeführt. Ein gewachsenes Zentrum gibt es nicht. Deshalb entschloss sich die Stadt einen Teilnahmewettbewerb zum Projekt „Neue Mitte“ auszuschreiben, den unser Büro in Zusammenarbeit mit der Investorengemeinschaft HBB Lübeck und Molitor Immobilien GmbH Ingelheim gewann. Geplant wurde ein aus vier Baukörpern bestehendes Stadtzentrum mit dazwischen liegenden offenen Fußgängerbereichen, die sich zur Römerstraße und zum Bahnhofsvorplatz öffnen. Zwischen den Gebäuden liegt ein Parkplatz, eine Tiefgarage ergänzt das Angebot an Stellplätzen. Die Bauten der „Neuen Mitte“ erfüllen unterschiedliche Funktionen: Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie.

Die vier Baukörper sind 2- bis 4-geschossig und Nutzungsbezogen unterschiedlich gestaltet. Offen gegliederte Fassaden nehmen Bezug zur Umgebung auf und die gewählte Formensprache setzt an exponierten Lagen gestalterische Akzente.

2012

Cityhaus Feuerbach

Projekt 02

Die örtliche Einkaufsmeile von Stuttgart-Feuerbach sollte an zentraler Stelle aufgewertet werden. Durch die Fusionierung der Volksbank zur heutigen Volksbank Stuttgarter eG wurde das in den 60er Jahren gebaute Hochhaus, der Hauptsitz der Volksbank Feuerbach, in der bisherigen Größe, nicht mehr benötigt. Entstanden sind zwei Gebäude mit gemeinsamer Tiefgarage unter der Straße. Das eine ein acht-geschossiger Turm, das andere gegliedert in fünf Stadthäuser um dem kleinteiligen Maßstab der Stuttgarter Straße gerecht zu werden. Während der Bauzeit war unser Projekt stets ein Spektakel für die Bürger Feuerbachs und bis heute ein zentraler Ort der sehr lebendigen Einkaufsstraße in Feuerbach.

2012

Wohnen am Hospitalplatz

Projekt 27

Die großen Qualitäten des heutigen Hospitalplatzes als Fußgängerzone im Zentrum des Hospitalviertels in der Stuttgarter Innenstadt waren höchstens zu erahnen, als wir 2009 eine Mehrfachbeauftragung zur Neubebauung der Ecke zur Gymnasiumstraße für uns entscheiden konnten. Das Bankgebäude aus den 50er-Jahren sollte einem hochwertigen Wohnungsbau mit Geschäften im Erdgeschoss weichen. So entstand der erste Baustein der neuen Gestaltung in dieser hervorragenden Lage.

Die Grundfassade bildet eine Klinkerfassade, die für die Hochwertigkeit des Gebäudes steht. Zentrales Gestaltungselement sind jedoch die Balkone, Loggien und Überdachungen, die die Fassade mit einem "weißen Mäander" beleben und insbesondere die Ecke betonen.

2014

Wohnen am Bollwerksturm

Projekt 19

Am Bollwerksturm in Heilbronn wurde ein ungewöhnlich geformtes Grundstück in hervorragender Lage - Arbeitstitel "Bügeleisen" - durch die BPD Immobilienentwicklung entwickelt. Wir durften dort ein  Wohn- und Geschäftshaus mit 53 Wohneinheiten und mehreren Gewerbeeinheiten planen.

Die Weitläufigkeit der beiden intensiv begrünten Innenhöfe dient der optimalen Belichtung der Wohnungen in den aufsteigenden Gebäudeteilen, wodurch auch eine innerstädtische private Zone entstand. Die zurückgesetzten Penthouse-Geschosse bilden einen weiten, sonnendurchfluteten Freibereich. Die Fassaden zu den Straßen hin erhielten eine hochwertige Klinkerverkleidung, während die Fassadenbereiche nach innen hin weiß gehalten sind.

2014

Wichtel Ditzingen

Projekt 14

Heimat der Wichtel Hausbrauerei ist Ditzingen, 1989 wurde der erste Wichtel in Ditzingen eröffnet. Mit hausgebrauten Bieren und dem bekannten Wichtelkuchen gibt es seit dieser Zeit eine große Zahl treuer Gäste. Nachdem wir bereits in Feuerbach das Maschinenhaus auf dem Roser-Areal erfolgreich zu einer Wichtel Hausbrauerei umgebaut hatten, wurden wir auch mit der Planung für den neuen Standort in Ditzingen betraut. Mitten im Ort, gleich vis-à-vis dem Rathaus, entstand das neue Wichtel in Ditzingen in einer ehemaligen Hofanlage aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auf 2 Ebenen im historischen Fachwerkhaus wurde ein neuer Treffpunkt geschaffen, der von den Gästen egal ob jung oder alt sehr gerne aufgesucht wird. Die Planung legte Wert darauf, alte Strukturen sichtbar zu lassen, die Konstruktion des Gebäudes erlebbar zu machen und trotzdem alles mit aktuellen Anforderungen zu kombinieren.

2015

Bosch Forschungscampus Renningen

Projekt 20

Im Jahr 2011 erhalten wir den bis dahin größten Planungsauftrag unserer Bürohistorie. Für die Robert Bosch GmbH dürfen wir den neuen Knotenpunkt des weltweiten Forschungsverbundes planen. In 5 Jahren Planungszeit und 4 Jahren Bauzeit entsteht das neue Bosch-Zentrum für Forschung und Vorausentwicklung in Renningen. Bosch vereint hier vor den Toren Stuttgarts 1700 der kreativsten Köpfe die zuvor auf verschiedenen Standorten verteilt waren. Für uns natürlich ein absolutes Highlight!

Auf einer Gesamtnutzfläche von fast 110 000 Quadratmetern entsteht ein Arbeitsumfeld für interdisziplinär und international vernetzte Grundlagenforschung für die Geschäftsbereiche Softwareentwicklung, Sensorik, Automation, Fahrerassistenzsysteme und Batterietechnologie sowie verbesserte Antriebssysteme für Fahrzeuge. Bosch legt dabei besonderen Wert auf ein möglichst modernes und kreatives Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter.

Die Gebäude werden fachlich unterschiedlich genutzt und sind nach Vorbild eines universitären Campus weitläufig auf dem aktuell bebauten Nordgrundstück angeordnet. Die kubischen Gebäude und deren systematische Anordnung werden überlagert von den freien Formen der Grünanlagen, Wege und Wasserflächen.

 

2017

Lapp Europazentrale

Projekt 05

Die U.I. Lapp GmbH, Marktführerin im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie, beauftragte uns, eine neue Idee für Ihre Europazentrale zu entwickeln.

Der Entwurf definiert durch zwei L-förmig angeordnete Gebäude einen Platz mit besonderer Aufenthaltsqualität. Im Bindeglied der beiden Baukörper befindet sich der Eingang, der zugleich als gläsernes Atrium das zentrale Erschließungselement der Europazentrale darstellt und dem im Entwurf besondere Beachtung zugeteilt wird. Hier erzeugen die verschiedenen Ebenen kombiniert mit einer grünen Wand und einem "Wasserfall" ganz besondere Raumeindrücke. Sowohl Besucher als auch Mitarbeiter sollen von dieser Aufenthaltsqualität inspiriert werden. Auf 3 Ebenen stellt dieser 16 Meter hohe Raum die Verbindung der beiden Baukörper dar.

2017

Telegärtner Steinenbronn

Projekt 08

Starkes Wachstum bei Telegärtner - weltweit operierender Hersteller von Verbindungstechnik für Netzwerk und Elektro - erfordert im Jahr 2012 eine Umstrukturierung des Firmensitzes in Steinenbronn. Aufgabenstellung war eine grundlegende Neustrukturierung des Standorts. Die erforderliche Erweiterung der Lagerflächen stellt dabei die größte Herausforderung dar. Die stark begrenzten Grundstücksflächen erfordern hierbei kreative Ansätze im Umgang mit Bestand, Lagertechnik, Produktionsabläufen und baulich möglichen Erweiterungen.

Die dritte und letzte Bauphase stellt uns vor die größten Herausforderungen. Im laufenden Betrieb wird das automatische Kleinteilelager erweitert. Massive Eingriffe in die bestehende Statik und die zwingend erforderliche Staubfreiheit im bestehenden Lagergebäude stellen eine besondere Herausforderung dar. Der gesamte Betrieb muss völlig störungsfrei weiterlaufen können

2019

Neckarpark Stuttgart Q4 & 7

Projekt 13

Die beiden Gebäude Q4 und Q7 bilden in Richtung der Daimlerstraße den Auftakt des neuen Stadtquartiers NeckarPark. Wir durften das Projekt von der Quartiersentwicklung an mit dem Aufstellen eines Bebauungsplans im Jahr 2011, über den Entwurf, die Bauantragsreife bis hin zur Schlüsselübergabe an die Volksbank im Jahr 2019 begleiten. Die Büroflächen bieten Raum für rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank Stuttgart.

Wie im gesamten neuen Quartier auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt, steht die Nachhaltigkeit auch bei Q4 und Q7 im Fokus der Planung. Nicht nur im technischen Sinne ist die Architektur nachhaltig, auch unter sozialen Aspekten wurde zukunftsgerichtet geplant. Räumlichkeiten für den Betriebssport, eine Kantine mit Außenterrasse im Grünen und die grünen Innenhöfe machen Q4 und Q7 zu Bürogebäuden mit hoher Aufenthaltsqualität für die Beschäftigten.Für seine nachhaltige Architektur und den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt wurde das Projekt im Jahr 2020 von der DGNB mit dem höchsten Zertifikat „Platin“ ausgezeichnet.

2020

Wohnen am Kriegsbergturm

Projekt 31

Im Jahr 2015 erhielten wir den Auftrag das Grundstück der ehemaligen Villa Bolz neu zu beplanen. Es ging durch die Presse, dass unser Bauherr hier trotz Denkmalschutz Abbrechen und Neubauen will. Das stimmte aber nicht. Das Gebäude stand nie unter Denkmalschutz. So war es möglich an diesem schönen und exponierten Ort deutlich mehr Wohnraum zu schaffen. Es entstanden 4 eigenständige Eigentumswohnungen. Heute thront eine Statue unseres früheren württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz im Eingang des modernen Wohngebäudes. 

2021

Hauptsitz Fa. Hacker

Projekt 16

Die Fa. Hacker, in deren ursprünglicher Nachbarschaft in Feuerbach wir schon verschiedene Projekte für die Fa. Viastore realisieren durften, erwarb 2019 ein Grundstück in Weilimdorf. Dort befand sich ein Gebäude aus dem Jahr 1981, das zur Straße orientiert einen dreigeschossigen Verwaltungs- und Nebenraumbau hatte und im Rückraum eine Werkhalle. Eigentlich also optimale Voraussetzungen für die für Ihre Tore, Schranken und Zutrittssysteme bekannte Firma.

Wir durften dabei helfen, aus dem Bestand ein wahres Schmuckstück zu machen: Es enstanden zeitgemäße und schön gestaltete Büroräume unter Berücksichtigung der vorhandenen Substanz, außerdem großzügige Pausen- und Personalbereiche. Die Fassade wurde saniert und die eigentliche Grundstruktur herausgearbeitet.

2021

Schulstraße Stuttgart

Projekt 25

Da die Autos bereits 1953 draußen bleiben mussten, ist die Schulstraße in Stuttgart eine der ältesten Fußgängerzonen Deutschlands. Wie so manche Innenstadtlage hatte auch diese in den vergangenen Jahren mit Problemen zu kämpfen. In besonders prominenter Lage mit Blick zur Königstraße liegt das Gebäude, dessen Umbau wir planen durften. Sollte zunächst nur ein innerer Umbau erfolgen, war bald klar: Die Bestandsfassade kann nicht gerettet werden.

Der Kopfbau war ursprünglich mit einem Marmor verkleidet, den man aus technischen Gründen so nicht mehr anbringen konnte. Doch auch der Ersatz nimmt das ursprünglich Aussehen und das Fenster zur Königstraße wieder auf. Auch die ungewöhnlichen Schaufenster in Sägezahnform tragen dazu bei, dass ein in Stuttgart einmaliges Gebäude wieder positiv zum Stadtbild beitragen kann!

2022

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